Programm der Europäischen Kommission

Die Europäische Kommission hat ein Projekt ins Leben gerufen welches als „Programm für lebenslanges Lernen“ beworben wird. Gestartet ist es 2007 und es läuft noch bis 2013. Ziel dieses Programmes ist es, möglichst vielen Menschen in allen Lebensphasen Weiterbildungsmöglichkeiten zu bieten. Dafür wurden vier Teilprogramme erstellt:

1. Comenius: Dieses Programm zielt auf Schulen und speziell auf Schüler und Schülerinnen ab. Ziel soll es sein mindestens drei Millionen Schüler auf diesen Weg zu erreichen und an einer Bildungsaktivität teilnehmen zu lassen.
2. Erasmus: Das Programm Erasmus zielt auf Studenten und Hochschulen ab. Insgesamt sollen bis 2013 drei Millionen Teilnehmer erreicht werden. Erasmus fördert zum Beispiel Auslandssemester.
3. Leonardo da Vinci: Dieses Teilprogramm zielt auf die Berufsbildung und dabei besonders auf Jugendliche ab, die noch ihren Weg in der Berufswelt suchen. Dieses Programm soll die Zahl der Unternehmenspraktika steigern. Bis zum Ende des Projektes soll diese Zahl auf über 80.000 pro Jahr steigen.
4. Grundtvig: Das Einzelprogramm Grundtvig zielt schließlich auf die Erwachsenenbildung ab. Insgesamt sollen pro Jahr 7000 Menschen bei der Weiterbildung und dem Umsetzen des lebenslangen Lernens unterstützt werden.

Für dieses Projekt stehen fast 7 Milliarden Euro zur Verfügung. Wer sich weiter über die einzelnen Programme informieren möchte, findet hier weitere Informationen und die detaillierte Beschreibung der einzelnen Teilprogramme:  http://ec.europa.eu/education/lifelong-learning-programme/doc78_de.htm .
Unter dieser Adresse: http://ec.europa.eu/education/pub/pdf/general/what_de.pdf lässt sich ein Flyer abrufen mit dem Thema „Ist etwas für mich dabei? – Angebote der EU in den Bereichen Bildung, Kultur und Jugend“.
Das Projekt an sich hört sich sehr vielversprechend an. Bisher habe ich persönlich aber nur wenig von den einzelnen Teilprojekten gehört. Während meines Bachelor Studiums traf ich eine Erasmus Studentin aus Ungarn, die ein Semester in Deutschland studierte. Diese hätte sich ohne die Unterstützung des Projektes dieses Auslandssemester nicht leisten können. Projekte dieser Art müssen mehr publik gemacht werden. Schüler und Studenten können direkt über die Schule bzw. Hochschule erreicht werden. Innerhalb einer Unterrichtsstunde oder eines Seminars bzw. auf den Homepages der Bildungseinrichtungen kann auf Projekte dieser Art hingewiesen werden, damit möglichst viele Lernende aber auch Lehrende davon erfahren. Die Projekte zum „Programm für lebenslanges Lernen“ zielen auch auf Lehrer, Dozenten und Trainer ab.
Die Zielgruppe der Erwachsenen zu erreichen, die sich beruflich nicht im Bildungssektor befinden, gestaltet sich dabei schon etwas schwieriger. Diese Zielgruppe könnte zum Beispiel über TV und Radiowerbung, Auslegen oder Verteilen von Flyern oder Plakate erreicht werden. Aber auch über Informationsseiten im Internet. In dem Aktivitätsbericht 2009/2010 wird ein erstes Resümee gezogen. Innerhalb der  ersten drei Jahre wurden 3 Milliarden Euro für dieses Projekt umgesetzt. 900.000 Europäer wurden bisher erreicht. Davon 720.000 Studenten und Schüler und 180.000 Lehrer oder Trainer. Über 50.000 Europäische Organisationen haben an dem Projekt teilgenommen. Unter: http://ec.europa.eu/education/lifelong-learning-programme/doc/activity0910_en.pdf ist der Bericht in englischer Sprache veröffentlicht. In dem Bericht wird auch auf die Ergebnisse innerhalb der einzelnen Teilprogramme näher eingegangen.
Werden diese Zahlen mit den Zahlen in den Zielvorstellungen verglichen, ist es fraglich, ob das gesteckte Ziel bis 2013 erreicht werden kann. Interessant wäre ein weiterer Zwischenbericht. Dieser wird wahrscheinlich Ende dieses Jahres veröffentlicht.

Abschließend lässt sich sagen, dass Projekte wie diese sehr wichtig für unsere Gesellschaft und für jeden einzelnen sind. Es ermöglicht zum einen den Begriff des lebenslangen Lernens immer mehr in den Köpfen der Menschen zu verankern und ins Bewusstsein zu rufen, zum anderen ermöglichen Projekte wie diese aber auch Menschen, die sich bestimmte Bildungsprogramme nicht leisten können, trotzdem daran teilnehmen zu können. Problematisch ist dabei das Erreichen von einer großen Zielgruppe und vor allem bildungsfernen Gruppen.

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